Am Reformationstag, dem 31. Oktober, gab es in der Lauenförder St. Markus-Kirche gleich drei besondere Anlässe zu feiern: den gemeinsamen Reformationsgottesdienst, den neunten Geburtstag unserer Trinitatis-Gesamtkirchengemeinde Solling-Weser und die offizielle Einführung unseres neuen Kirchensekretärs Philipp Dockhorn.
Zu Beginn des Gottesdienstes berichteten Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher aus den fünf Orten, was sich im vergangenen Jahr in ihren Gemeinden ereignet und entwickelt hat:
In Boffzen gab es wieder im Sommerhalbjahr ein geöffnetes Kirchencafé, ein Gemeindefrühstück im Pfarrgarten, eine Sommerabendkirche, eine Friedensandacht an der Feuerschale sowie einen Erinnerungsgang auf dem Friedhof.
In Fürstenberg wurde mit dem wöchentlichen Café-Treff am Mittwoch ein neues Begegnungsangebot geschaffen.
In Derental wurde zu einem Wandergottesdienst eingeladen, der am Derentaler Hof startete. An der Löwenjäger-Hütte konnten sich die Wanderer bei einer Zwischenstation stärken, bevor sie schließlich die Almhütte auf „Christians Weide“ erreichten. Dort, mit einem herrlichen Blick über das Weserbergland, fand der abschließende Gottesdienst unter freiem Himmel statt.
In Meinbrexen konnten für das Kindergottesdienst-Team und die Kirchenvorstandssitzungen neue Räumlichkeiten bezogen werden, die von der Familie von Mansberg zur Verfügung gestellt wurden.
In Lauenförde erfreut sich der von Astrid Geldbach betreute Gemeindenachmittag, das Café Miteinander, zunehmender Beliebtheit. Außerdem wurde im Juli gemeinsam mit dem ökumenischen Kinderkirchentag ein gutbesuchtes Gemeindefest gefeiert.
Pastorin Bertha Bolte-Wittchen stellte den Gottesdienst unter das Motto „Freiheit“. Sechs Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher, fünf Bläser des Posaunenchores sowie Pastor i. R. Christof von Butler, mit seiner Gitarre und Zitaten von Martin Luther, gestalteten eine abwechslungsreiche verbale Collage. Dabei beleuchteten sie die unterschiedlichen Facetten des Freiheitsbegriffs.
Auch in der Predigt ging es um die Freiheit in ihren vielfältigen Dimensionen: Freiheit erfahren und zur Freiheit berufen sein, die Herausforderungen für die Freiheit in einer sich verändernden Kirche, Freiheit angesichts von Krieg und Gewalt sowie die persönliche Freiheit im eigenen Leben. Ein weiterer Gedanke war, Befreiungsgeschichten zu erzählen und damit Hoffnung weiterzugeben.
Im Anschluss an die Predigt wurde Philipp Dockhorn, der bereits seit Mai in unserer Kirchengemeinde tätig ist, offiziell in sein Amt als Kirchensekretär eingeführt.
Auch Diakonin Franziska Remold nutzte den Gottesdienst, um sich als zukünftige Mitarbeiterin im Kirchenkreisjugenddienst für unsere Region Süd vorzustellen.
Musikalisch begleitet vom Posaunenchor und von Thomas Niehoff an der Orgel, fand der Gottesdienst einen festlichen Abschluss.
Anschließend ging die Feier im Gemeindehaus weiter. Bei Kaffee und Kuchen – natürlich durften auch die traditionellen Lutherplätzchen nicht fehlen – blieb Zeit für gute Gespräche und ein gemütliches Beisammensein.
Text: Jürgen Schrader