Der Parkplatz an der Himmelsleiter ist ein besonderer Ort. Jahr für Jahr werden hier an Himmelfahrt Gottesdienste unter freiem Himmel gefeiert – mit weitem Blick über das Wesertal. Die Kombination aus Landschaft, Ruhe und Gemeinschaft macht den Platz seit Langem zu einem festen Treffpunkt für viele Menschen aus der Region.
Am Rand des Parkplatzes stehen zwei prägende Elemente: ein etwa fünf Meter hohes Holzkreuz und ein massiver Tisch mit einer Betonplatte, in deren Mitte ein Kreuz eingelassen ist. Beide wurden vor rund 25 Jahren von der Kameradschaft ehemaliger Soldaten errichtet. Seitdem dient der Tisch als Altar für die Gottesdienste unter freiem Himmel und steht auch bei besonderen Anlässen zur Verfügung.
In den vergangenen Jahren zeigte sich jedoch, dass der Unterbau des Tisches nicht mehr den Anforderungen standhielt. Die Betonplatte ruhte ursprünglich auf einem Baumstamm, der zunehmend morsch wurde und schließlich entfernt werden musste. Damit war auch der Fortbestand des Altars gefährdet.
Der Ortskirchenvorstand der evangelischen Erlöserkirche suchte nach einer dauerhaften Lösung – und fand sie in Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmer Michael Buchwald. Er setzte zwei Schachtringe als neuen Unterbau und sorgte für ein stabiles Fundament. Nach Abschluss der Arbeiten wurde die ursprüngliche Tischplatte wieder montiert, sodass der Altar in seiner vertrauten Form erhalten blieb.
Im Anschluss erhielt der Unterbau eine besondere gestalterische Note. Die Malerin Heidi Heiser gestaltete die Zementringe als Streetart-Kunstwerk. Ihr Motiv greift die Umgebung auf: Eine untergehende Sonne über Bruns- und Ziegenberg prägt das Bild, ergänzt durch symbolische Elemente wie Kelche und Fische, die sowohl auf die Weser als auch auf christliche Motive verweisen.
„Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung und das Engagement aller Beteiligten“, sagt Kirsten Senftleben vom Ortskirchenvorstand. Sowohl die Bauarbeiten als auch die künstlerische Gestaltung seien ehrenamtlich erfolgt, lediglich die Materialkosten habe die Kirche übernommen. Auch der Beitrag der Kameradschaft ehemaliger Soldaten, die den Ort einst geschaffen hat, werde weiterhin geschätzt.
Mit der Erneuerung ist der Altar nun wieder langfristig nutzbar. Pünktlich zum Himmelfahrtstag am 14. Mai soll er – sofern das Wetter es zulässt – wieder im Mittelpunkt des Gottesdienstes stehen.
So bleibt die Himmelsleiter ein Ort, an dem sich Natur, Glaube und Gemeinschaft verbinden – und der für viele Menschen über Jahre hinweg eine besondere Bedeutung behalten hat.
Text: Manfred Bues